Wolfgang Herrndorf ist tot

Ich bin erschüttert.
Obwohl jeder wusste was kommt, der seinen Blog (Arbeit und Struktur) aufmerksam verfolgt hat. Eben nur nicht wann.
“Wolfgang Herrndorf starb nicht am Krebs. Er hat sich gestern in den späten Abendstunden am Ufer des Hohenzollernkanals erschossen?, schrieb eine Freundin heute im Netz.
Jetzt hat er den Kampf um ein paar Wochen oder Monate Leben also doch noch verloren.
Aber wann zieht man die Notbremse?
Wenn die Einschränkungen durch Krankheit unerträglich werden?
Wenn der Lebensinhalt und der Sinn verloren gehen?
Wenn der Orientierungssinn nur noch falsche Wege anzeigt?
Hat man überhaupt das Recht dazu, diesen Punkt selbst zu wählen?
Ja, Herrndorf hatte das Recht. Er hatte das Recht den Tumor aus seinem Kopf zu ballern. Ein bösartiger Tumor, der nicht aufhören wollte zu wachsen.
Wolfgang Herrndorf wird sehr fehlen.
Wolfgang Herrndorf

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2 Kommentare zu „Wolfgang Herrndorf ist tot“

  1. Bart says:

    ?«Das ist alles egal. Was nicht egal ist: Bist du glücklich damit? Das. Und nur das.»?

    Auszug aus: “Tschick”

    So manches haut einen dann komplett aus dem Bahn.

  2. Ich bin auch wie vor den Kopf gestoßen. Er hat uns so viel tolle Dinge hinterlassen. Allein seine Werke sind ein Schatz für unsere Generation und darüber hinaus. Aber ich glaube, er hat das richtige getan und den besten Ausweg für sich gewählt.
    Warum muss so was immer die besten von uns treffen?

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